Die Kraft der pflanzlichen Öle

Ernährung – Pflanzliches Fett ist ein wichtiger Nahrungsbestandteil und natürlicher Geschmacksverstärker.

Mit Öl können Speisen abwechslungsreich zubereitet werden. Als Träger von Geschmacksstoffen sorgt Öl für ein angenehmes Mundgefühl. Nicht zuletzt ist Öl eine außerordentlich gute Quelle für wichtige Fettsäuren und fettlösliche Vitamine (A, D und E). Bei der Verwendung in der Küche hat es sich bewährt, eine kleine Auswahl diverser Öle im Schrank zu haben.

Große Unterschiede bei der Qualität

Bei den Ölen gibt es viele verschiede­ne Sorten, je nachdem welcher Samen verwendet wurde. Die fertigen Öle un­terscheiden sich in der Farbe, im Geschmack und natürlich ganz wesentlich in der Fettsäurezusammensetzung. Ein Öl besteht zu 100 Prozent aus pflanzlichen Fetten. Die Fettsäurezusammensetzung bestimmt den gesundheitlichen Wert und auch die Verwendung des Fettes. Wie bei allen Lebensmitteln gibt es jedoch auch bei den Ölen große Qualitätsunterschiede. Typische, regionale Öle, wie Leinöl, Walnussöl, Hanföl oder auch Rapsöl sind die besten Quellen für die lebensnotwendigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren, besonders die Omega-3-Fettsäuren. Diese zählen zu den essenziel­len Fettsäuren. Das heißt, der Körper braucht sie, kann sie aber nicht selber herstellen. Sie sind ein wichtiger Baustein der Zellwände und ein wissenschaftlich erwiesener Schutz gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein ausgewogenes Verhältnis von verschiedenen Fettsäuren kann daher den Organismus günstig beeinflussen. Eine Abwechslung der diversen Öle wirkt sich aufgrund der unterschiedlichen Inhaltsstoffe somit positiv auf die Gesundheit aus.

Einige Öle sind besser für die kalte Küche geeignet, einige können auch erhitzt werden. Sobald ein Öl in der Pfanne zu heiß wird, beginnt es zu rauchen, ein Anzeichen, dass es ungeeignet für das Braten ist. Hierfür gibt es heute jedoch schon einige Alternativen, die ebenfalls pflanzlichen Ursprungs sind. Ölpflanzen können so gezüchtet werden, dass der Anteil an gesättigten hocherhitzbaren Fettsäuren erhöht ist. Dieser lässt den Rauchpunkt der Öle stark ansteigen. Solche Öle werden als sogenannte „High oleic-Bratöle“ bezeichnet und sind bis zu 210 Grad erhitzbar.

Die Wahl des Öles sollte besonders auf heimisch produzierte Raritäten fallen wie beispielsweise Raps-, Sonnenblumen-, Mohn-, Lein-, Kürbis- oder auch Hanföl. Regionale Produkte sorgen aufgrund von kürzeren Transportwegen für eine Minimierung des CO2-Ausstoßes und unterstützen zudem die heimischen Bauern, egal ob sie im Supermarkt oder beim Bauernladen gekauft werden. Die folgende Landkarte gibt einen Überblick über bäuerliche Ölproduzenten, die unter dem Gütesiegel „Gutes vom Bauernhof“ produzieren.

Quelle: LK OÖ, Abteilung Ernährung

Konsumentenzeitung, 30.8.2016

Bildquellen

  • Öle: Fotolia - Okea, xfotostudio

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