Paradiesische Früchte: Genuss für lange Zeit

Haltbar – Tipps für jene, die einen Überhang an Paradeisern im Garten haben.

Im Gemüseregal des Supermarkts gibt es sie das ganze Jahr über. Doch so herrlich nach Paradeiser schmecken sie nur, wenn sie in der heißen Sommersonne gereift sind. Daher heißt es jetzt zugreifen, noch gibt es sie in Hülle und Fülle. Paradeiser oder Tomaten? Das ist eine Frage des guten Geschmacks. Paradeiser ist die typisch österreichische Bezeichnung für die herrlichen Paradiesäpfel. „Paradeiser heißen sie dann, wenn sie Saison haben und beim österreichischen Gemüsebauern oder im Hausgartl gereift sind. Nur dann schmecken sie auch wirklich ‚paradeisig‘ gut. Alles andere fällt somit in die Kategorie Tomaten“, sagt Romana Schneider, Ernährungsexpertin an der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.

„Sonnenkinder“

Paradeiser sind wahre „Sonnenkinder“ – je mehr Licht sie bekommen, je reifer sie geerntet werden, umso besser schmecken sie und umso randvoller sind sie mit wertvollen Inhaltsstoffen. Sie sind reich an den Vitaminen C und E, Folsäure sowie Beta-Carotin und eine gute Quelle für Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Eisen).

Frische Paradeiser lagert man am besten an einem kühlen, dunklen Ort bei einer Temperatur von zehn bis 15 Grad. Nie im Kühlschrank aufbewahren, denn das ist der sichere Aroma-Tod für die sensiblen Früchte. Außerdem sollten die Früchte getrennt von anderem Gemüse aufbewahrt werden. Sie geben das Reifegas Ethylen ab und lassen in der Nähe gelagertes Gemüse und Obst schneller „alt aussehen“.

Zu viel auf Lager

Wer von der paradiesischen Frucht zu viel auf Lager hat, kann sie auch haltbar machen. Dazu eignen sich das Trocknen, Einlegen in Essig oder in Öl sowie die Verarbeitung zu Pesto, Marmelade, Gelee, Chutney oder Relishe. Getrocknet werden Tomaten idealerweise im Dörrapparat. Auch das Backrohr ist geeignet – bei zirka 50 Grad Umluft mit eingeklemmtem Kochlöffel in der Ofentüre. Die Schnittfläche sollte beim Trocknen oben sein. Allerdings sind nicht alle Sorten zum Trocknen geeignet. Trockene, feuchtigkeitsarme Sorten wie Fleischparadeiser bieten sich an. Je nach Geschmack können die halbierten Früchte mit Kräutersalz, Knoblauch oder Thymian bestreut werden.

Bei der Verarbeitung zu Marmelade oder Gelee wirken Zucker und Hitze auf die Mikroorganismen wachstumshemmend. Beim Konservieren in Essig sorgt der hohe Säuregehalt für die Haltbarkeit, bei Öl geht die Haltbarkeit vom luftdichten Abschluss aus. Wichtig: Die Rohstoffe zur Gänze mit Essig oder Öl bedecken. Chutneys sind süß-saure Würzmarmeladen, Relishes flüssiger und gleichen einer Saucen – eine ideale Voraussetzung für die Weiterverarbeitung von Paradeisern. Zu beachten: Stielansatz sowie grüne Stellen sind zu entfernen.

Rezepttipps

Konsumentenzeitung Lust aufs Land, 27.8.2013, Quelle: LK OÖ

Bildquellen

  • Tomaten: Bildagentur Waldhäusl

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