Spiele für einen spannenden Sommer

Broschüre – Der Natur auf der Spur waren die oö. Bäuerinnen und haben Spielideen und Ideen für Naturspürnasen gesammelt. 

Der Sommer zieht die Menschen ins Freie. Wenn es draußen warm ist, lange hell und noch dazu die Ferien vor der Tür stehen, wollen und sollen auch Kinder draußen aktiv sein. Abenteuer und gemeinsame Spiele sind es vor allem, die sie für die Natur begeistern. Platz ist im Freien im Gegensatz zu Haus oder Wohnung keine Mangelware. Öfter scheitert es da schon an Spielideen. Vor allem viele „alte Spiele“ sind es, die von der Idee her simpel sind, einfache Regeln haben und daher auch schnell vermittelt und gespielt werden können.

„Blinde Kuh“, „Räuber und Gendarm“ oder einfaches „Tempelhüpfen“: Kindern machen solche Spiele heute noch genauso viel Spaß wie früheren Generationen. Was sich verändert hat, ist die wachsende Zahl an organisierten Spiel- und Sportangeboten sowie die digitalen Verlockungen in Form von Computer, Internet und Fernsehen, welche die Kinder heute leichter vom Spielen im Freien abhalten. Dabei können sie nirgendwo sonst ihren Bewegungsdrang so ausleben und den ganzen Körper einschließlich aller Sinne einsetzen und dabei ihre natürliche Umgebung so gut kennen lernen wie beim Spielen in der freien Natur.

Naturspürnasen und Entdecker

Einfache, alte Spielideen für draußen und drinnen gesammelt haben die Bäuerinnen im OÖ Bauernbund und sie in der Broschüre „Der Natur auf der Spur“ veröffentlicht. Mit dieser Broschüre möchten die Bäuerinnen aber auch ihre Begeisterung für die Vielfalt der Natur weitergeben. Enthalten sind daher neben den Spielideen auch

Ideen für „Naturspürnasen“ in der Wiese, am Bach und im Wald. Nicht zuletzt liefert das kleine Heft auch Anregungen für den richtigen Proviant junger Abenteurer, vom „Wald- und Wiesensirup“ bis hin zu Rezepten für Lagerfeuer und Picknick. „Das Spielen im Freien und in der Gruppe fördert die Fähigkeiten unserer Kinder und ist Anregung für mehr Bewegung. Auch bei uns Erwachsenen wecken alte Spiele schöne Kindheitserinnerungen“, sagt Landesbäuerin Annemarie Brunner. Die Broschüre kann unter office@ooe.bauernbund.at bestellt werden.

Beispiel: Versteinern

Ein Spiel für fünf oder mehr Spieler. Ein Kind ist der „Versteinerer“. Auf einer festgelegten Fläche versucht es, die anderen durch Berühren zu versteinern. Wer erwischt wird, muss starr stehen bleiben. Die Mitspieler können jedoch durch Handschlag und den Spruch: „Ich erlöse dich!“ die Versteinerten befreien. Sind alle versteinert, hat der Versteinerer gewonnen und ein anderes Kind übernimmt die Rolle.

Wald- und Wiesensirup

Blüten und Kräuter unter Anleitung eines Erwachsenen sammeln: Holunderblüten (30 Stück oder mehr) – je nach Gusto kann man auch weitere Zutaten probieren: Tannenwipferl, Löwenzahnblüten, Minze- und Melissenblätter, Schafgarbenblüten oder Spitzwegerichblätter. Gesammeltes am besten kurz stehen lassen, damit sich eventuelle Insekten „in Sicherheit“ bringen, dann gut wa-schen. 3 Liter Wasser mit 2,5 kg Zucker aufkochen und abkühlen lassen. An-schließend über die Blätter und Blüten gießen und 70 g Zitronensäure sowie 2 bis 3 Bio-Zitronen oder -Orangen in Scheiben geschnitten unterrühren. In einem kühlen und dunklen Raum mit einem Tuch zugedeckt 2 bis 3 Tage ruhen lassen, mit einem Tuch abseihen und in saubere Flaschen füllen.

Konsumentenzeitung Lust aufs Land, 16.06.2015

Bildquellen

  • Kinder: Fotolia – Christian Schwier

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