Wege sollten gut überlegt sein

Wege sind die Verbindung und gleichzeitig die Gliederung von einzelnen Gartenbereichen. Grundsätzlich sollte man dafür immer die kürzeste Verbindung wählen und nie zu viele Wege haben. Für die Breite eines Weges werden pro Person mindestens 60 Zentimeter (cm) veranschlagt. Bereits bei der Planung gilt es viele Faktoren zu beachten: Entscheidend ist, ob es sich um einen reinen Gehweg handelt oder ob der Weg auch befahrbar sein soll, denn von diesem Umstand ist die Tiefe des Wegaufbaus abhängig. Handelt es sich um einen reinen Gehweg, genügt ein Wegaufbau von zirka 20 cm, während bei befahrbaren Wegen der Gesamtaufbau zwischen 40 und 50 cm betragen sollte.

Nach Beendigung der Erd- und Aushubarbeiten erfolgt der schichtweise Aufbau des Weges. Wichtig dabei ist, dass jede einzelne Schicht gut verdichtet werden muss, damit auch in Zukunft nichts nachgibt, rät Wolfgang Eder, Fachlehrer der Gartenbauschule Ritzlhof. Der genaue Aufbau sowie die Bedeutung der einzelnen Schichten ist auf Seite 19 detailliert beschrieben.

Wegdecke bestimmt das Aussehen

Die Wegdecke ist die sichtbare Fläche und bestimmt dadurch das Aussehen des Weges. Es gibt dafür eine große Auswahl an Materialien, die hier näher beschrieben werden. Zu beachten ist, dass nicht jeder Belag für jeden Zweck geeignet ist.

  • Plattenbeläge: werden überall dort verwendet, wo kaum oder keine Fahrzeuge fahren. Die verwendeten Materialien sind Waschbetonplatten oder Natursteinplatten wie Porphyr und Granit. Die Platten können in verschiedenen Verbänden verlegt werden: Polygon-, Kreuz-, Streifen-, Schiffs- oder Römischer Verband. Verlegt werden die Platten wahlweise auf einer Mörtelschicht oder auf Splitt bzw. Sand und das Gefälle muss mindestens ein Prozent betragen.
  • Pflasterungen: Diese sind grundsätzlich befahrbar, weil sie mit ihren kleinen Einzelgrößen die Verkehrslast gut aufnehmen. Auch bei den Pflasterungen gibt es eine Vielzahl von Materialien wie Beton, Klinker, Natursteine und Holz.
  • Wassergebundene Decken: sind elastisch und die verwendeten Materialien sind beispielsweise Splitt und Kies mit einer geringen Korngröße.
  • Beton-Gras-Kombinationen: finden Verwendung bei Parkplätzen, halten jedoch keine Dauerbelastung aus. Auch hier gibt es verschiedene Materialien. Einerseits gitterförmige Betonplatten, bei denen die Zwischenräume mit einem Erde-Sand-Gemisch gefüllt und Rasen angesät wird. Andererseits das Rasenpflaster, bei dem Pflastersteine mit Abständen gesetzt werden und die Zwischenräume wiederum mit einem Erde-Sand-Gemisch gefüllt und Rasen angesät werden.

Nachdem die Wegdecke fertig verlegt worden ist, werden abschließend die Zwischenräume verfugt und fertig ist der Weg – was in unserem Fall sprichwörtlich auch das Ziel war.

Konsumentenzeitschrift Lust aufs Land, 26.08.2014

Bildquellen

  • Pflaster: Fotolia – Marina Lohrbach

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