Wellness für zu Hause: Sauna, Dampf, Infrarot

SCHWITZEN – Regelmäßige Wärmeanwendungen verbessern das Wohlbefi nden in der kalten Jahreszeit. Auch bei engen Platzverhältnissen gibt es Lösungen für den Hausgebrauch.

Österreich ist ein Wellness-Land, die Dichte an Wellnesshotels und Thermen ist hoch und ihr Zulauf ungebrochen. Wellness-Wochenenden als entspannende Kurzurlaube stehen hoch im Kurs. Sie kosten aber auch Geld. Wer sich daheim etwas Gutes tun will, kann sich eine private Wellness-Oase schaffen. Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine können – auch in kombinierten Formen – in den eigenen vier Wänden realisiert werden und so Entspannung und Stärkung der Abwehrkräfte ermöglichen. Egal worin man am liebsten schwitzt – nur wer es regelmäßig tut, erzielt damit auch die gewünschten Effekte.

Infrarot-Einzelkabinen sind nicht größer als Duschen

Weniger Platzbedarf, geringerer Stromverbrauch und schnellere Einsatzbereitschaft: Diese Argumente sprechen für eine Infrarotkabine. „Eine Sitzung in der Infrarotkabine ist herz- und kreislaufschonender als in der Sauna. Außerdem kann ich sie auch mit einer leichten Verkühlung noch benutzen“, zählt Manuel Paster von der Firma Physiotherm auf. „Die kleinste Kabine für eine Person misst 89 mal 89 Zentimeter, die bringt wirklich jeder unter“, so der Verkaufsbe­rater. Bei Doppelkabinen ermöglicht Physiotherm mit der patentierten Einzel­platzsteuerung, dass sich jeder Anwender seinen Platz jederzeit individuell regulieren kann. Die Temperatur in der Kabine sollte maximal 37 Grad Celsius betragen, empfiehlt der Experte. Positiv wirken auch die verschiedenen Farblichter in der Infrarotkabine. Pro Sitzung sollte aber nur eine Farbe verwendet und nicht gewechselt werden. „Auge und Gehirn brauchen eine Viertelstunde Zeit, um sich daran zu gewöhnen“, sagt Paster. Blau ist etwa ideal zum Entspannen und damit vor dem Schlafengehen, Orange und Rot wirken hingegen aktivierend.

Sauna und Infrarot in einer Kabine kombiniert

Wer kein großes Platzproblem hat, kann sein Haus oder seine Wohnung auch mit einer Sauna aufrüsten. Ein gefliester Boden, Starkstromanschluss und ein nahes Fenster sind die wichtigsten Voraussetzungen. Perfekt ist ein eigener Ruherbereich dazu. Wer im Badezimmer nachrüsten kann, hat auch gleich eine Duschmöglichkeit dazu. Wer sich zwischen Sauna und Infrarotkabine nicht entscheiden kann, muss das auch gar nicht. „Derzeit sind Kombi-Geräte am beliebtesten“, sagt Doris Müllner, Geschäfts­führerin der Firma SSC Schwimmbad Sauna Center in Leonding. Baut man in die Sauna einen Ofen mit zusätz­lichem Wasserverdampfer ein, kann damit eine Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent erreicht und so die Kabine auch für ein Dampfbad benutzt werden.

Trocken, feucht oder von innen heraus

Es geht ums Schwitzen: Sowohl in der klassischen Sauna als auch in der etwas sanfteren Infrarotkabine oder im feuchten Dampfbad. Das sind die wichtigsten Unterschiede:

  • Ein Klassiker ist die finnische Sauna, in der Temperaturen von 80 bis 100 Grad Celsius herrschen. In der Sauna erhöht sich der Herzschlag und die Durchblutung im Körper wird angekurbelt. Etwas schonender geht es in der Biosauna bei Temperaturen um die 60 Grad Celsius zu.
  • Infrarotkabinen werden zwischen 30 und 50 Grad Celsius warm, Anwendungen sind aber auch schon bei unter 30 Grad Celsius möglich. Der Körper wird nicht durch die hohe Raumluft erhitzt, sondern durch die Strahlen langsam von innen heraus erwärmt. Verwendet werden Kabinen mit Infrarot-B- und Infrarot-C-Strahlung, Infrarot-A-Strahlung sollte nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.
  • Das echte Dampfbad steht für feuchte Wärme mit 100 Prozent Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von etwa 45 bis 50 Grad Celsius. Für zu Hause gibt es Sauna-Kabinen mit integrierter Dampftechnik, auch Kombinationen aus Sauna, Dampfbad und Infrarotwärme sind möglich.

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  • Infrarot: Fotolia - malkovkosta