E-Bike-Boom: Radfahrer unter Strom

Freizeit – Egal ob in der Stadt oder auf dem Land, in flachen Regionen genauso wie im Gebirge – die elektrifizierten Zweiräder liegen derzeit voll im Trend und sind mittlerweile zu einem fixen Bestandteil des Straßenverkehrs geworden. Bereits jedes fünfte verkaufte Fahrrad wird mit Motorunterstützung angetrieben.

Endlich ist der Frühling da und mit ihm beginnt auch wieder die Radsaison. Die frische Luft genießen und dabei seinem Körper aber auch seiner Seele etwas Gutes tun. Radfahren kann so viel Spaß machen, wäre es nur nicht auch mit einer gewissen Anstrengung verbunden. Immer mehr Menschen schätzen deshalb die Vorzüge von E-Bikes. „Mittlerweile beträgt der Marktanteil von Elektrofahrrädern bereits 20 Prozent. Egal ob längere Strecken oder bergauf, man tut sich einfach leichter und steigt deshalb wieder gern aufs Rad“, erklärt Rainer Aichinger von der Firma E-Mobility in Steyr.

Rasante Weiterentwicklung von Technik und Design

Das natürliche Radfahren bleibt beim E-Biken beibehalten und die Motor-
unterstützung kann jeder Fahrer mittels Knopfdruck individuell regulieren. Die Weiterentwicklung von Technik und Design hat dem E-Bike zu einem wahren Boom verholfen. „Die Reichweite hat sich innerhalb der letzten fünf Jahre verdoppelt. Mittlerweile sind Distanzen von 150 Kilometern bzw. 1500 Höhenmetern in der Praxis Realität“, so der E-Bike-Fachmann über den technischen Fortschritt. Sollte man damit nicht das Auslangen finden, kann der herausnehmbare Akku unterwegs mittels handlichem Schnellladegerät jederzeit an einer herkömmlichen Steckdose aufgeladen werden. Somit ist man nicht von der Versorgung mit Ladeeinrichtungen abhängig.

Ein Vorteil von E-Bikes liegt auch da­rin, dass der konditionelle Unterschied zwischen Personen ausgeglichen wird. Radfahren wird dadurch wieder mehr zu einem geselligen Ereignis, in dem man in einer Gruppe mit Freunden oder der Familie fährt. „Dadurch, dass man sich nicht so überanstrengt, ist man we­niger mit sich selber beschäftigt und nimmt so das Umfeld mehr wahr – das ist entspannend und regenerativ“, betont der ehemalige Produktentwickler von Intersport, der durch eine Verletzung auf das E-Bike aufmerksam geworden ist.

Das gilt es beim Kauf eines E-Bikes zu beachten

Längst gehören nicht mehr nur Senio­ren und Sportmuffel zu den Käufern. Wer sich ein E-Bike zulegen möchte, muss wissen, was er alles damit tun möchte: „Man muss Visionen haben und den dazupassenden Radtyp finden“, so der E-Bike-Händler. Die Möglichkeiten sind deutlich gestiegen: Egal ob Citybike, Mountainbike, Tandem, Lastenrad oder Klapprad – inzwischen ist jeder Zweiradtyp auch als E-Bike erhältlich. Distan­zen und Höhenmeter stellen mittlerwei­le kein Problem mehr dar, sind jedoch von der Akkukapazität und der Motorstärke abhängig. „Die Reichweite wird über den Akku erkauft. E-Bikes von Markenherstellern beginnen bei circa 2000 Euro, aber Technik hat einfach seinen Preis“, erklärt der Profi. Das Wichtigste ist neben persönlicher Beratung durch einen Experten auch die Möglichkeit die verschiedenen Modelle vor Ort auch testen zu können.

„Genussradler“ als Chance für den Tourismus

Radfahren, das ist Gesundheitsvorsorge, aus dem Alltag ausklinken und sportliche Freizeitaktivität gleichermaßen. Radfahren bedeutet auch unterschiedliche Landschaften entdecken, regionale Küche genießen und kulturelle Schätze entlang der Strecke kennen lernen. Durch den Trend zum E-Bike eröffnen sich hier enorme Chancen für den Tourismus. Gerade Oberösterreich, mit seiner landschaftlichen Vielfalt, den topografischen Highlights und den Flussläufen, bietet E-Bikern ein komfortables Naturerlebnis. „Radgenuss, Naturgenuss und kulinarischer Genuss – es geht bei uns einfach ums Genussradln. Das vermittelt Emotion und Erlebnis“, so der E-Bike-Spezialist, der auch fünf Verleihstationen in Oberösterreich betreibt und geführte Touren anbietet.

Konsumentenzeitung, 28.03.2017

Bildquellen

  • Radeln: Fotolia - ARochau

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