Körper, Geist und Seele stärken

Wohlstandsfolgen und Sozialstaat haben dazu geführt, dass der Einzelne in seiner Eigenverantwortung und Selbsthilfe wieder mehr gefordert werden muss. Alte Traditionen wie etwa das Heilfasten können für viele ein interessanter Weg zu gesundheits- und körperbewussterem Leben sein. Heilfasten ist ein natürliches, heilendes Fasten. Dabei wird die Reinigung von Blut, Lymphe, Darm und Bindegewebe angestrebt. Der Stoffwechsel, die Ausscheidung und das Abwehrsystem werden aktiviert. Die im Körper eingelagerten Schadstoffe werden schonend über die Ausscheidungsorgane ausgeleitet. Der Anspruch besteht darin, Systeme ruhig zu stellen und Regenerationsprozesse zu aktivieren.

Kein Hungergefühl

„Körper, Geist und Seele können dadurch harmonisiert und gestärkt werden. Frei werdende Energie kann der seelischen und geistigen Entfaltung dienen“, erklärt die Präsidentin der OÖ. Apothekerkammer Ulrike Mursch-Edlmayr. Wasser, spezielle Tees, Gemüseabsud, Obstbrei, Basensuppen und spezielle Eiweißgetränke seien bewährte Fastenmittel. Obwohl dem Körper täglich nur um die 200 Ka­lorien zugeführt werden, verspüre man kein Hungergefühl. Dies liegt weit unter dem durchschnittlichen Grundumsatz eines Menschen. „Der damit logischerweise verbundene Gewichtverlust ist dabei ein angenehmer Nebeneffekt und soll keinesfalls die Hauptmotivation fürs Heilfasten sein“, so Mursch-Edlmayr. Da dem Körper nur wenige Kalorien zugeführt werden, benötigt er ausreichend Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und vor allem viel Flüssigkeit.

Ausreichend Schlaf und Bewegung

Natürliches ambulantes Heilfasten ist für alle gesunden Menschen (ausgenommen Schwangere) ab 14 Jahren sinnvoll und machbar. Der Tagesablauf kann dabei individuell gestaltet werden. Man kann ohne weiteres seinem Beruf nachgehen – vorausgesetzt es  ist genügend Zeit für ausreichend Bewegung und Schlaf gegeben. Die Auswahl der richtigen Fastenmethode sowie die Begleitung und Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Fasten-begleiter ist für Unerfahrene jedoch unabdingbar. Bei chronisch kranken Personen ist Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten. Die durchschnittliche Fastendauer liegt idealerweise zwischen sieben und zehn Tagen. Ein besonderes Augenmerk liegt anschließend auf dem „Fastenbrechen“. Im folgenden werden die Verdauungsfunktionen und Stoffwechselgrundlagen bis zur richtigen Dauerkost langsam wiederhergestellt. Die Anzahl der Aufbautage richtet sich nach der Fastendauer und ist mit dem Fastenbegleiter abzustimmen.

Einen Tipp hat die Apothekerkammerpräsidentin noch parat: „Gemeinsames Heilfasten in einer Gruppe wirkt sehr motivierend. Man hält leichter durch und kann in dieser Zeit auch voneinander lernen“, so Mursch-Edlmayr.

Fasten-Basispaket

  • Thermoskanne
  • Wärmeflasche
  • warme Socken
  • gutes Teesortiment
  • Honig
  • Kreislauftropfen
  • leichtes Kopfschmerzpräparat
  • Heilerde
  • Basenbäder
  • Mundpflege  und -hygieneartikel
  • Hautpflege

Konsumentenzeitung Lust aufs Land, 17.03.2015

Bildquellen

  • Wasser: Fotolia – Yuriy Shevtsov, blackday

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